Projekte

Durchdacht gebaut, ehrlich ausgewertet.

Eigene Projekte und Arbeit aus dem Berufsalltag zu generativer KI, Machine Learning sowie Full-Stack- und Cloud-Anwendungen. Zu jedem Projekt stehen die wichtigsten Entscheidungen und das, was ich dabei gelernt habe.

01 HighlightGenerative KI · Dokumenten-Chat

RT-Vector

Ein eigener Dokumenten-Chat: Du lädst Dokumente hoch und stellst Fragen zu ihrem Inhalt. Welches Sprachmodell antwortet, ist frei wählbar.

Herausforderung
Antworten eines Sprachmodells sind nur so gut wie die Textstellen, die es zu sehen bekommt. Wie zerlegt man Dokumente so, dass die richtigen Inhalte gefunden werden?
Lösung
Eine Webanwendung, die PDFs, Word-Dateien und Co. mit Machine Learning einliest und in Abschnitte zerlegt. Wie sauber diese Datenextraktion gelingt, bestimmt später die Qualität der Antworten. Eine Datenbank findet zu jeder Frage die passenden Textstellen, sowohl nach Bedeutung als auch nach Stichworten. Mehrere Verarbeitungsschritte planen die Suche, sortieren die Treffer nach Relevanz und kontrollieren die Antwort. Als Sprachmodell stehen fünf Anbieter zur Wahl, darunter OpenAI und Anthropic (Claude), aber auch Modelle, die lokal auf dem eigenen Rechner laufen.
Ergebnis & Erkenntnis
Ich habe drei Strategien zum Zerlegen der Texte (Chunking) auf einem öffentlichen Testdatensatz mit einem etablierten Bewertungsverfahren verglichen. Die Art der Zerlegung wirkt sich messbar auf die Antwortqualität aus, und keine der drei Strategien lag bei allen Kennzahlen vorn.
  • Next.js
  • React
  • TypeScript
  • FastAPI
  • Python
  • PostgreSQL
  • pgvector
  • Docling
  • Docker
9Chunking-Methoden
5Sprachmodell-Anbieter
200Testfragen im Benchmark
02Machine Learning

Market Prediction: Kann man den Markt „timen“?

Ein im Team entwickeltes Modell, das aus Marktdaten und Nachrichtenstimmung vorhersagt, ob die Tesla-Aktie kurzfristig steigt oder fällt. Keine Anlageberatung.

Herausforderung
Aktienkurse schwanken stark und reagieren auf Nachrichten. Mit reinen Kursdaten kommt eine Prognose deshalb kaum aus.
Lösung
Marktdaten von Yahoo Finance (inklusive Vergleichswerten wie S&P 500, NASDAQ und Dollar-Index) kombiniert mit der Nachrichtenstimmung zu Tesla aus der Nachrichtendatenbank GDELT. Durch zusätzlich berechnete Kennzahlen wuchs der Datensatz von 56 auf 303 Merkmale; doppelte und unwichtige Merkmale wurden anschließend schrittweise aussortiert. Das Modell (XGBoost) wurde mit 324 Einstellungs-Kombinationen getestet und optimiert.
Ergebnis & Erkenntnis
Das einfache Modell erreichte bereits eine Trefferquote (Accuracy) von 0,6606, sagte aber an jedem Tag „fällt“ voraus. Weil an rund zwei Dritteln der 495 Tage im Testzeitraum (Kalendertage) der Kurs tatsächlich nicht gestiegen war, sah die Zahl gut aus, obwohl das Modell keinen einzigen Anstieg erkannte. Erst das erweiterte Modell mit der größten Merkmalsauswahl erkannte zumindest einen Teil der Anstiege. Gelernt habe ich daraus, dass die Trefferquote allein täuschen kann und die Metrik zur Fragestellung passen muss. Einschränkend gilt: Nachrichtendaten sind stark verrauscht, und aus vergangenen Kursen lässt sich die Zukunft nicht sicher ableiten.
ModellTrefferquotePräzisionErkennungsrateGesamtgüte
Einfach sagt immer „fällt“0,6606000
Erweitert größte Merkmalsauswahl0,67270,52340,39880,2295
  • Python
  • XGBoost
  • Pandas
  • Streamlit
  • GDELT
  • Docker
  • uv
03Berufspraxis · AutomobilkonzernFull-Stack · Cloud

Full-Stack-Webanwendung in einem Automobilkonzern

Weiterentwicklung einer internen Webanwendung in Frontend und Backend, einschließlich Schnittstellen, Testkoordination und Release-Management.

Herausforderung
Eine interne Full-Stack-Webanwendung sollte weiterentwickelt und über Schnittstellen mit weiteren Systemen verbunden werden.
Lösung
Umgesetzt mit TypeScript (Angular) im Frontend sowie Python (FastAPI) und PostgreSQL im Backend, containerisiert in der Cloud bereitgestellt.
Ergebnis & Erkenntnis
Zu meinen Aufgaben gehörten die Koordination der Tests im Projektteam und das Release-Management. Mitgenommen habe ich vor allem, dass im Konzernumfeld saubere Schnittstellen und geordnete Releases genauso viel Gewicht haben wie der Code.
  • TypeScript
  • Angular
  • Python
  • FastAPI
  • PostgreSQL
04Berufspraxis · VersicherungsmaklerKI · Cloud

KI-integrierte Cloud-Anwendungen für einen Versicherungsmakler

Interne Anwendungen und Systemarchitektur eigenständig entwickelt, mit Schwerpunkt auf KI-Funktionen in der Microsoft-Azure-Cloud.

Herausforderung
Bestehende Anwendungen sollten KI-Funktionen bekommen, ohne dass Architektur und Performance darunter leiden.
Lösung
KI-Funktionen für bestehende Anwendungen konzipiert und umgesetzt, Anwendungen und Services auf Microsoft Azure aufgebaut, Webanwendungen mit Blazor und C# sowie Dashboards mit React und Next.js entwickelt.
Ergebnis & Erkenntnis
Anforderungen eigenständig analysiert und umgesetzt, einschließlich Systemarchitektur und Performance-Optimierung. Mitgenommen habe ich, dass KI-Funktionen im Alltag nur dann genutzt werden, wenn sie zu den bestehenden Abläufen und Anwendungen passen.
  • C#
  • Blazor
  • Microsoft Azure
  • KI-Integration
  • React
  • Next.js

Weitere Experimente

Weitere Projekte habe ich als Fallstudien und Artikel in den Insights aufgeschrieben: ein Sprachmodell mit LoRA anpassen, Angriffe auf Kubernetes mit Wazuh erkennen und einen eigenen Smart Contract entwickeln.

Zu den Insights
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Martin Do
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